Risiken und Nebenwirkungen der Arzneimittel

Medikamentenverkauf ist eine Frage von Kompetenz und Vertrauen. Dieser Anspruch kann sicher nicht vom Supermarkt um die Ecke, sondern ausschliesslich von Ihrem Apotheker erfüllt werden.

Arzneimittel sind keine gewöhnlichen Konsumgüter, sie sind Waren besonderer Art. Nicht zuletzt deshalb hat der Gesetzgeber den uns allen geläufiger Hinweis <kbd>"zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker"</kbd> bei der Werbung für Arzneimittel ausdrücklich vorgeschrieben.
Das Zeitalter der Supermärkte und Selbstbedienungsläden ist längst angebrochen: Beratung und Service - weit und breit nicht in Sicht. Information scheint zum unbezahlbaren Gut geworden zu sein. Der Verbraucher büsst für diese Entwicklung mit so manchem Fehlkauf. Ärgerlich genug ist das beim Kauf einer Flasche Wein; beim Auto oder bei einer Stereoanlage wird die Sache schon schlimm. Als richtig dramatisch kann sich jedoch ein Fehlkauf entpuppen, wenn es um die eigene Gesundheit geht.
Ein nicht genau auf die Beschwerden abgestimmtes Medikament bringt dem Patienten nur wenig Hilfe - das Geld für die Arznei ist aus dem Fenster geworfen. Ein falsch ausgesuchtes Medikament nützt gar nichts - der Patient muss sich weiter mit seinen Beschwerden herumschlagen. Im schlimmsten Fall kann es sogar Schaden anrichten, indem es die Gesundheit belastet. Unzählig viele Medikamente stehen zur Verfügung, zu den meisten Beschwerdebildern bietet die Industrie gleich mehrere Produkte mit unterschiedlichen Wirkstoffen an. Wer um alles in der Welt kann da noch durchblicken? Nur die Apotheke bietet alle Pluspunkte, die Sicherheit und Qualität für die Gesundheit garantieren.

Mit sicherem Griff das richtige Medikament
Natürlich, es ist zu viel verlangt, dass sich jeder bei einem Schnupfen erst wochenlang kundig macht. Nicht umsonst hat der Gesetzgeber deshalb festgelegt, dass jeder Bürger überall im Land und rund um die Uhr einen qualifizierten Ansprechpartner aufsuchen kann. Diesen Partner findet man in der Apotheke. Nur hier kann der Ratsuchende sicher sein, wirklich kompetent beraten zu werden. Mit detailliertem Wissen helfen Apothekerin und Apotheker, immer das wirklich passende Medikament zu finden. Das Risiko einer falschen Selbstdiagnose wird so verringert oder ausgeschlossen. In Apotheken kann jeder sicher sein, dass das Bestmögliche für seine Gesundheit getan wird.

Einnahmefehler vermeiden
Wie soll das neu gekaufte Arzneimittel eingenommen werden? Wann wirkt es am besten? Wann wird es am besten vertragen? Wie lange und wie oft muss es eingenommen werden? Fragen, die darüber mitentscheiden, ob der Patient mit seiner Selbstmedikation Erfolg hat. Der Apotheker weiss Bescheid. Das Wissen um diese Zusammenhänge ist Teil seiner langen Ausbildung. Und, egal wie hektisch es zugeht: Der Apotheker nimmt sich die Zeit, Kunden und Patienten umfassend und verständlich zu informieren. So stellt er sicher, dass Medikamente aus der Apotheke immer so eingenommen werden, dass sie den grösstmöglichen Nutzen bringen.

Alternativen bei Unverträglichkeit
Falls Sie trotz der Beratung Ihr Medikament nicht gut vertragen, lohnt sich der erneute Weg in die Apotheke. Dort wird man Ihr Problem genau überprüfen: Ist es möglich, die Arznei zu einer Mahlzeit einzunehmen? Dann wird Ihr Magen sie besser vertragen. Werden die Probleme vielleicht ausgelöst von den Hilfsstoffen, die bei der Herstellung der Arznei verwendet werden müssen? Dann kann Ihnen der Wechsel zu einem anderen Präparat helfen. Selbst wenn der gleiche Wirkstoff in der gleichen Menge enthalten ist. In einigen Fällen wird der Apotheker einen anderen Wirkstoff vorschlagen, den Sie, obwohl er ähnlich wirkt, besser vertragen.

Ernstes wird nicht verschleppt
Oftmals stecken hinter leichten Gesundheitsstörungen ernste Erkrankungen. Zumindest riskant wäre es nun, an diesen Beschwerden selbst herumzudoktern. Manche Erkrankungen müssen eben vom Arzt untersucht und behandelt werden. Selbstmedikation, so hilfreich sie auch oft ist, hat ihre Grenzen. Dies gilt vor allem dann, wenn die Beschwerden überhandnehmen und eine Erklärung und Einordnung schwierig wird. Auch für diese Situation ist Ihr Apotheker ausgebildet: Um Schlimmeres zu vermeiden, hat er so manch einem Ratsuchenden schon den Arztbesuch empfohlen.

Auch seltene Medikamente schnell zur Stelle
Über 40000 Medikamente gibt es auf dem schweizerischen Markt. Kein Wunder, dass ausgefallene und selten benötigte Arzneimittel nicht vorrätig sind. Immerhin hält jede Apotheke durchschnittlich 8.000 bis 10.000 verschiedene Arzneien auf Lager. Was fehlt, wird innerhalb weniger Stunden besorgt. Dahinter steckt ein ausgeklügeltes Versorgungssystem: Mehrmals täglich wird jede Apotheke vom Grosshandel beliefert. Wenn es um die Gesundheit geht, dulden Apotheker keine leeren Regale und keine Versorgungsengpässe!

Immer richtig gelagert
Arzneistoffe sind empfindlich: Die einen vertragen kein Licht, die anderen keine Wärme. Manche reagieren schon auf normale Temperaturen so empfindlich, dass sie noch nicht einmal den üblichen Transport vom Hersteller zum Grosshandel und zur Apotheke verkraften. Solche Mittel brauchen eine sogenannte Kühlkette: Sie werden nicht nur kalt gelagert, auch auf den Transportweg werden sie in einer speziellen Kühlbox geschickt. Sorgfalt bei Transport und Lagerung garantieren eine gleichbleibend gute Qualität bei Arzneimitteln aus der Apotheke.

Sicherheit durch Kontrolle
Obwohl die pharmazeutischen Hersteller mit grösster Sorgfalt arbeiten, kann sich dennoch einmal die Qualität eines Arzneimittels verändern. Für diese Fälle übernimmt der Apotheker die Rolle eines Prüfers: In regelmässigen Abständen öffnet er Packungen und untersucht die Medikamente. Genauso kontrolliert er die Rohstoffe, die ihm zur Arzneimittelherstellung geliefert werden. Für diese Arbeiten besitzt er ein eigenes Labor mit der notwendigen Ausstattung. Mit seinem Fachwissen und viel Arbeit trägt der Apotheker - unbemerkt vom Kunden - tagtäglich zu dem hohen Qualitätsstandard bei, der in der Schweiz üblich ist.

Handgemacht vom Apotheker
Sie brauchen eine besondere Salbe oder einen speziellen Saft? Ganz exakt auf Ihre Beschwerden und Ihre Person abgestimmt? Wenn der Arzt bei den Fertigpräparaten - das sind die vielen Arzneimittel, die die Industrie herstellt und fertig liefert - nicht fündig wird, schreibt er die genaue Zusammensetzung auf Ihr Rezept. Mit diesen Anweisungen ist der Apotheker in der Lage, das Spezialmedikament extra nur für Sie herzustellen.

Beratung rund um Gesundheit und Wohlbefinden
Behandlung von Krankheiten ist die eine Sache. Mindestens ebenso wichtig ist die Beratung für gesunde Lebensführung und Ernährung - Apothekerin und Apotheker sind die Spezialisten für Gesundheit, Schönheit und Wohlbefinden. Ihre Kenntnisse über die Funktionsweise von Organen und die Vorgänge im Körper, ihr Wissen um eine wirkungsvolle Vorbeugung geben sie gerne an ihre Kunden weiter. Denn die beste Krankheit ist die, die man nicht bekommt.