
Die Packungsbeilage muss klare Vorgaben erfüllen. Deshalb enthält jede Packungsbeilage auch die gleichen Rubriken.
......
Hier steht der offizielle Name, unter dem das Medikament erhältlich ist. Der Beipackzettel muss klare Vorgaben erfüllen. Deshalb enthält jede Packungsbeilage auch die gleichen Rubriken.
Was ist ...... und wann wird es angewendet?
Unter diesem Stichwort finden Sie die Erkrankungen und Beschwerden, gegen die das Medikament wirksam ist. Für diese Fälle ist es von der IKS (=interkantonale Kontrollstelle für Heilmittel) zugelassen. Voraussetzungen, dass eine Zulassung erteilt wird, sind umfangreiche klinische Studien, die an Patienten mit der betreffenden Erkrankung Wirksamkeit und Verträglichkeit belegen. Diese im Arzneimittelgesetz vorgeschriebene gründliche Prüfung gewährleistet grösstmögliche Sicherheit für die Patienten.
Wann darf ..... nicht angewendet werden?
Hier werden Krankheiten oder besondere persönliche Situationen aufgelistet, in denen ein Medikament keinesfalls oder nur nach gründlicher Abwägung durch den Arzt eingenommen werden darf.
Wann ist bei der Einnahme von ..... Vorsicht geboten?
Hier werden besondere Vorsichtsmassnahmen aufgezählt.
Darf ...... während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?
Hier werden besondere Hinweise bezüglich der Einnahme des Arzneimittels während der Schwangerschaft und Stillzeit angegeben. An diese Hinweise sollten Sie sich unbedingt halten!
Wie verwenden Sie ......?
In aufwendigen Tests hat der Hersteller Ihres Medikaments ermittelt, wer welche Menge wann und wie einnehmen soll, damit eine optimale Wirkung bei möglichst geringer Arzneidosis erzielt wird. An diese Empfehlungen sollten Sie sich unbedingt halten! Das gilt besonders, wenn Sie an Erkrankungen leiden, die die Ausscheidungskraft der Nieren beeinträchtigen und/oder die Entgiftungsleistung der Leber. Viele Arzneistoffe werden direkt über die Nieren wieder ausgeschieden. Ist die Nierenleistung vermindert, kann sich der Arzneistoff im Körper unbemerkt anreichern. Die Dosierung muss angepasst werden. Andere Arzneistoffe werden in der Leber umgebaut in Produkte, die dann z.B. erst wirken oder nur so mit dem Harn oder Stuhl ausgeschieden werden können. Wenn die Leber nicht richtig arbeitet, muss die Dosierung geändert werden. Das sind nur Beispiele, die deutlich machen sollen, warum das Einhalten der Dosierungsempfehlung so wichtig ist.
An dieser Stelle soll auch auf die sogenannte "Einnahmezuverlässigkeit" (compliance) hingewiesen werden; bei Dauererkrankungen wie zum Beispiel Bluthochdruck ist es wichtig, das Medikament sehr regelmässig einzunehmen, um einen konstanten Wirkstoffspiegel zu erreichen; denn nur dann kann die optimale Wirksamkeit erwartet werden. Über die Therapietreue bestimmt der Patient den Behandlungserfolg ganz wesentlich mit.
Welche Nebenwirkungen kann ...... haben?
Hier werden alle mögliche Nebenwirkungen des Arzneimittels angegeben. Jeder Arzneistoff kann zusätzlich zu seiner erwünschten Wirkung noch weitere unerwünschte Wirkungen zeigen. Hier spricht man von Nebenwirkungen. Sie wurden im Zusammenhang mit dem Medikament beobachtet. Der Gesetzgeber verpflichtet die Hersteller von Arzneimitteln, alle Nebenwirkungen vollständig aufzuzählen. Damit Arzt, Apotheker und Verbraucher eine bessere Einschätzung vornehmen können, mit welchen (statistischen) Wahrscheinlichkeiten die genannten Nebenwirkungen auftreten, sind die aufgezählten unerwünschten Nebenwirkungen mit verklausulierten Häufigkeitsangaben versehen:
Einzelfälle sind noch nicht quantifizierbare einzelne Ereignisse. Grundsätzlich ist das pharmazeutische Unternehmen verpflichtet, alle Nebenwirkungen zu erfassen und an die IKS zu melden. Hier werden alle Meldungen gesammelt und bewertet.
Mögliche Arzneimittelnebenwirkungen sollen ernst genommen, aber nicht überbewertet werden, denn die Chancen stehen auch bei häufig beobachteten Nebenwirkungen noch 9:1, dass man nicht darunter leiden muss. Zu den allgemein häufigen unerwünschten Wirkungen zählen Allergien; diese können durch Wirkstoffe oder auch durch die sonstigen Bestandteile ausgelöst werden oder aber durch Zusammenwirken mit bestimmten Nahrungsmitteln. Allergien können zunächst sehr harmlos verlaufen, mit der Häufigkeit steigt allerdings das Risiko ernster Komplikationen. Deshalb gilt: Bei Allergien fragen Sie immer Ihren Arzt oder Apotheker!
Was ist ferner zu beachten?
Diese Rubrik beinhaltet besondere Hinweise zur Aufbewahrung und Handhabung des Arzneimittels.
Bewahren Sie Ihr Medikament immer in der Umverpackung und mit dem Beipackzettel auf. Ist das aufgedruckte Haltbarkeitsdatum überschritten oder bemerken Sie äusserliche Veränderungen - etwa Veränderungen der Farbe - an Ihrem Medikament, können sich Wirkstoffe und andere Bestandteile zersetzt haben. Eine gesundheitsfördernde Einnahme ist so nicht mehr garantiert. Bringen Sie diese Medikamente am besten zu Ihrem Apotheker, er wird sie sachgemäss entsorgen.
Was ist in ...... enthalten?
Diese Rubrik unterteilt sich in zwei Abteilungen:
Wo erhalten Sie .....? Welche Packungen sind erhältlich?
Hier wird Verkaufsort und erhältliche galenische Formen angeben.
Hersteller/Vertriebsfirma
Hier wird Name und Adresse des Herstellers bzw. Vertriebfirma angeben.